Ist die Dialog-Methode noch zu retten?

Antwort: Klar ist sie zu retten. Sonst hätten wir diesen Beitrag nicht geschrieben. Für Sie interessant ist unsere Begründung.

Unsere Begründung: Weil die Dialog-Methode zeitlos ist.

Sicher werden Sie sich jetzt fragen, warum die Dialog-Methode zeitlos ist. Diese Ihre Frage ist nach Prof. Vögele eine „unausgesprochene Leserfrage“. Und er meint weiter, dass jeder Marketing-Profi genau diese Fragen im schriftlichen Dialog beantworten muss.

Wenn beispielsweise die Mailing-Aktion permanent genau die unausgesprochenen Fragen beantwortet, die dem Leser gerade durch den Kopf gehen, dann steigert das die Aufmerksamkeit, die Lesebereitschaft; letztendlich den Respons.

Der messbare Respons ist das Allerheiligste. Er ist das Ziel der Ziele.

Response ist Dialog. Deswegen nannte Prof. Vögele auch seine Methode die „Dialog-Methode“.

Sie sehen: Die Dialog-Methode denkt vom Kunden her. Prof. Vögele legt den Kunden auf die Couch. Dann stellt er fest:

  1. Der Kunde ist werbetechnisch gesehen reizüberflutet und gesättigt.
  2. Der Kunde sucht seinen Vorteil.

Das hat ist heute im Jahr 2019 noch genauso. Vielleicht, dass der Kunde noch vorteils-suchender geworden ist; dass er noch ungeduldiger geworden und noch mehr reizüberflutet ist. Aber der Mensch an sich ist Mensch geblieben.

Und das ist das spannende an der Methode von Prof. Vögle: Eben dieses zeitlose System. Das System ist spröde. Erstmals publiziert 1984 in seinem Buch „Dialogmethode: Das Verkaufsgespräch per Brief und Antwortkarte“ im Verlag Moderne Industrie.

Auf 362 Seiten entwickelt er dort sein System. Meine Damen und Herren: Wer liest heute noch 362 Seiten Buch? Antwort: Sie nicht. Das kostet Sie Minimum zwei Tage Zeit. Und danach sind Sie kaum klüger. Weil Ihr Kopf mit einem Overflow an Wissen zugeballert ist.

Das war übrigens schon Prof. Vögle klar. Die logische Folge: Er hat das geballte Buchwissen clever didaktisiert. Das übrigens ist die urheberrechtlich geschützte Prof. Vögele Dialogmethode geworden. Die Didaktik! nicht die Inhalte sind geschützt.

Die Inhalte sind nicht schützbar. Weil logisch aus den ersten Annahmen abgeleitet. Das ist das Faszinierende am Denkansatz von Prof. Vögele. Er geht vom Egoismus, der Schwerfälligkeit und Manipulierbarkeit des Menschen aus.

Zwangsläufig musste er feststellen, dass die besten Manipulations-Methoden schon entwickelt sind. Entwickelt für den gesprochenen Dialog. Reinform dieses manipulativen Dialoges ist das Verkaufsgespräch. Das professionelle Verkaufsgespräch ist eine Choreografie und Inszenierung suggestiver und bewährter Techniken der Einflussnahme auf Entscheidungen des Gegenübers.

Zwangsläufig untersuchte Prof. Vögele den gesprochenen Dialog. Er markierte Unterschiede zwischen dem gesprochenen Dialog und dem geschriebenen Dialog. Scheinbar banal, aber in seiner Griffigkeit eindrucksvoll ist beispielsweise seine Dialogformel. Die lautet: Die Summe der Ja´s in einem geschriebenen Dialog muss grösser sein als die Summe der Nein´s.

Darauf baut seine Dialog-Methode in der Folge auf. Er fragt dann weiter, wie man Ja´s in den Köpfen der Leser provoziert. Er überträgt diese Ja-Sage-Strassen auf die Gestaltung komplexer Kampagnen und textlicher Dialoge. Dazu nimmt er sich 362 Seiten Zeit.

Das Grossartige ist sein System. Logisch aufgebaut auf einigen scheinbaren Selbstverständlichkeiten. Das steht. Bis heute!

Schwachpunkte sind die heute zu schwerfällige Didaktisierung. Aber noch gravierender: Prof. Vögele hat das Digitale nicht in sein System integrieren können.

Spannend die Frage: Ob die Dialogmethode auch auf den digitalisiereten Kunden-Dialog anwendbar ist.

Antwort: Ja! Läuft. Bitte klicken Sie hier, wenn Sie dazu mehr wissen wollen. Give me your klick. Ist auch Dialog.