Dialogmethode goes digital!

Mensch bleibt Mensch. Auch wenn er digital unterwegs ist.

Deswegen können wir Siegfried Vögeles Dialogmethode ins Digitale denken. Auch im digitalen Dialog:

– sucht der User nach seinen Vorteilen
– hat der User unausgesprochene Fragen
– gibt es Filter und Verstärker

Gerade im heutigen Online-Marketing brauchen wir den Respons. Weil wir das Double Opt In brauchen. Und gerade die Dialogmethode ist ja in ihrer DNA auf Response angelegt.

Es gibt allerdings auch Unterschiede zum Print. Große Unterschiede. Der wohl wichtigste ist das Tempo. Der User scannt den Bildschirm ab. Die Entscheidung hin zum Lesen und bewussten Sich-Beschäftigen mit beispielsweise einem Newsletter spielt sich in wenigen Sekunden ab.

Diesen ersten Überflieg-Vorgang nannte Prof. Vögele den 1. Dialog. Im Print hatte man ca. 20 Sekunden Zeit. Im Digital bleiben nur 0,5 bis 2 Sekunden. Die Folgen:

– Wir müssen die Elemente kennen, die die Verweildauer des Blickes verlängern
– Wir müssen lineare Strukturen der Argumentation fragmentieren
– Wir müssen Pre-Headers und Headers aufwerten

Das klingt kompliziert. Ist es aber nicht. Im Endeffekt ist die Dialogmethode unter digitalen Vorzeichen das Komprimat der Vögel´schen Entdeckungen. Entscheidend sind Usability, Involvement.

Das bedeutet, dass wir im ersten Schritt lernen mussten, welche Elemente welche Bedeutung für unsere Wahrnehmung haben. Beispielsweise unterschätzen wir den Pre-Header. Oft ist er nur mit Transaktions-Routinen aufgefüllt: „Bitte klicken Sie her, falls Sie kein Bild sehen“. Besser: „Länger Freude an Ihrer Lieblingsbluse.“

Im zweiten Schritt mussten wir das Filter/Verstärker-System neu denken. Und neu hierarchisieren.

Den Online-Dialog mit dem User müssen wir semantisch neu erfinden. Der User ist ein User und kein Leser. Er will nicht lesen. Lesen am Bildschirm ist zweite Wahl. Textfragmente bekommen die zentrale Verstärker-Funktion. Das ist paradox aber plausibel: Weil der Bildschirm uns keine Zeit für grosse Worte lässt, müssen die wenigen Worte erst recht sitzen. Titanenaufgabe für Texter.

Das Angebot muss mehr Involvement haben. Die Sprache muss passen. Digitales Kleid und Angebot müssen miteinander verschmelzen. Zu einer intuitiv wahrnehmbaren Einheit werden. Die Lust macht.

Besonders wichtig ist das Response-Element. Jetzt greift die Dialog-Methode nach Siegfried Vögele so richtig. Der gesamte Webauftritt, die gesamte Newsletteraktion ist eine Inszenierung hin zum mehr Response:

– Permanent die unausgesprochenen Kundenfragen beantworten
– Systematische Ja-Sage-Strasse
– Integration digitaler Verstärker in Gestaltung und Layout
– Systematischer Aufbau von Kampagnen im Sinne eines Customer Live Cycles

Jetzt sind wir im High-End modernsten Dialogmarketings. Alles passt.